DIE MECHANISCHE ERNTE VON STEIN- UND STRAUCHBEERENOBST

E. Wilking
Seit 1964 wird die maschinelle Obsternte im Institut für Obstbau und Baumschule der Technischen Universität Hannover in Zusammenarbeit mit dem Landmaschineninstitut der Universität Göttingen und dem Bundessortenamt in Rethmar untersucht.

Die Ernte von Steinobst erfolge mit einem als Schlepperanbaugerät eingesetzten Massenkraftschüttler, bestehend aus einer pendelnd hängenden Schüttlerstange, einer hyraulisch schliessbaren Astklammer und einem mit der Zapfwelle angetriebenen Ödruckmotor. Die Auffangvorrichtung für das Obst (Abmessung 5 x 5 m) bestand aus zwei einzeln verrollbaren Hälften in Schrägstellung straff bespannt mit Kunststoffplanen.

Die eine Hälfte war mit einem Förderband zum Ableiten der Früchte ausgerüstet, die andere mit einer Manschette zum Umfassen des Baumstammes, Hieraus resultiert eine wünschenswerte Stammlänge von 80–100 cm. Die Schüttelfrequenz betrug 15–20 Schingungen/sec bei einer Amplitude von 20–30 mm. Die Früchte wurden im wesentlichen ohne Stiel abgel04st, bei Kirschen erntete man vorwiegend nur Industriequalität. Beim Abernten von Süsskirschenhochstämmen kann es zu einer 20 fachen Leistungssteigerung gegenüber Handarbeit, bei Schattenmorellen zu einer 10 fachen kommen. Von ausreichender Frischmarktqualität war das Erntegut bei Mirabellen und Zwetschen, eine 10–15 fache Leisterungssteigerung gegenüber Handschütteln

Wilking, E. (1970). DIE MECHANISCHE ERNTE VON STEIN- UND STRAUCHBEERENOBST. Acta Hortic. 19, 188-190
DOI: 10.17660/ActaHortic.1970.19.14
https://doi.org/10.17660/ActaHortic.1970.19.14
German
19_14
188-190