TORFKULTURVERSUCHE MIT GEMÜSE JUNGPFLANZEN

F. PENNINGSFELD
Seit 1957 werden in Weihenstephan Gemüse-an-zuchtversuche in unterschiedlich stark gekalktem und gedüngtem Torf durchgeführt, die einerseits dazu dienen, die Ernährungsansprüche von Gemüsesaaten im Auflauf- und Jungpflanzenstadium genauer zu erfassen, andererseits das Ziel verfolgen, die Gemüsejungpflanzenanzucht zu vereinfachen, zu verbilligen und zu verbessern. Die bisher gewonnenen Ergebnisse sind so überzeugend, dass mittlerweile zahlreiche Erwerbsbetriebe im Bundesgebiet zur Gemüseanzucht in Torfkultursubstrat übergegangen sind. Im folgenden soll in knapper Form über die Art und Ergebnisse der durchgeführten Untersuchungen berichtet werden.

Als Ausgangsmaterial diente wenig zersetzter Hochmoortorf (pH/KCL 3,2), der unterschiedlich stark aufgekalkt wurde und gestaffelte Gaben eines handelsüblichen Volldüngers erhielt. Parallel hierzu liefen Untersuchungen über die erforderlichen Eisen- und Spurenelementzusätze. Es wurden nachstehende Gemüsearten in die Untersuchungen einbezogen: Blumenkohl, Buschbohne, Erbse, Feldsalat, Gurke, Kohlrabi, Möhre, Radies, Rettich, Rote Rübe, Sellerie, Spinat, Tomate und Zwiebel.

Die Gemüsesamen liefen in Torfkultursubstrat allgemein gut bis sehr gut auf. Es traten, trotzdem nicht gedämpft und gebeizt worden war, keine Fusskrankheiten auf. Nach Zugabe von 2–3 g CaCO3/Ltr. Torf (pH/KCL 5,2–5,7) war allgemein bessere Pflanzenentwicklung als in ungekalktem

PENNINGSFELD, F. (1963). TORFKULTURVERSUCHE MIT GEMÜSE JUNGPFLANZEN. Acta Hortic. 1, 5-8
DOI: 10.17660/ActaHortic.1963.1.3
https://doi.org/10.17660/ActaHortic.1963.1.3
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